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Liberaler Mittelstand kontert Degrowth-Bewegung
Liberaler Mittelstand kontert Degrowth-Bewegung

Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit sind keine Gegensätze

Liberaler Mittelstand kontert Degrowth-Bewegung

Hamburg, 15. August 2018 – Der Generalsekretär der Bundesvereinigung Liberaler Mittelstand Thomas Philipp Reiter hat sich anlässlich einer Podiumsdiskussion in der Hamburger Nachhaltigkeitsbank "GLS" dagegen ausgesprochen, aus Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum einen Gegensatz zu konstruieren. "Beides sind Notwendigkeiten und als politische Kampfbegriffe ungeeignet", erklärte Reiter. Er kritisierte damit die Positionen der sogenannten "Degrowth-Bewegung", die sich dafür ausspricht durch massive Markteingriffe wirtschaftliche Prosperität zu verlangsamen oder sogar zu verhindern. Die Degrowth-Bewegung wurde von Dr. Barbara Muraca von der Oregon State University vertreten. Eingeladen zu der Veranstaltung hatte die Friedrich-Naumann-Stiftung im Rahmen ihrer Inlandsakademie 2018.

"Der Liberale Mittelstand vertritt das wirtschaftspolitische gute Gewissen der liberalen Parteienfamilie", so Reiter, der auch Landesvorsitzender des Liberalen Mittelstands in Hamburg und Schleswig-Holstein ist. Auch für uns ist es notwendig, den gelernten Wachstumsbegriff zu hinterfragen. "Wir Liberale vertreten eine von einem starken Staat gesicherte Ordnung der Freiheit zum Wohl aller Menschen universalistisch und optimistisch." Diese gedeihe nur in aufrichtiger Selbsthinterfragung. Aber vor Eingriffen des Kollektivs in die persönliche Sphäre des Individuums sei systematisch die Legitimitätsfrage zu stellen.

"Wir können als Unternehmerinnen und Unternehmer nur davor warnen, die Selbstheilungskräfte des Marktes zu unterschätzen. Der Verbraucher ist sehr mächtig", erklärte Reiter. "Dieser ist in Deutschland in die sogenannte 'Soziale Marktwirtschaft' eingebunden. Aber statt im Rahmen dessen mehr Markt zu wagen, werden lediglich die staatlichen Ausgaben erhöht."

Dass der Staat auch als Marktteilnehmer nicht die richtigen Antworten bereithalte, zeige zudem das Negativbeispiel Volkswagen. Reiter hatte als langjähriger Pressesprecher in der niedersächsischen Landesregierung Einblicke in die Tätigkeit der Aufsicht des Landes Niedersachsen über das Wolfsburger Automobilunternehmen, an dem es zwanzig Prozent der Anteile und eine Sperrminorität hält.

Pressekontakt:
 
Liberaler Mittelstand Bundesvereinigung e.V.
Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein
Thomas Philipp Reiter
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Ludwig-Erhard-Straße 6
20459 Hamburg
Tel.: (0172) 910 20 20
E-Mail: tpr@lim-nord.de
www.liberaler-mittelstand.de

 

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