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„Fehlentscheidung“: Liberale Mittelständler kritisieren Abschiebehaft in Glückstadt

Falscher Fokus zum Schaden der mittelständischen Infrastruktur

Hamburg/Kiel, 13. März 2018 – Die liberalen Mittelständler in Hamburg und Schleswig-Holstein kritisieren die Errichtung einer Abschiebehafteinrichtung für abgelehnte Asylbewerber in Glückstadt. „Wir sehen die Notwendigkeit einer gemeinsamen Einrichtung für die Länder Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein“, betont Thomas Philipp Reiter, Generalsekretär der Bundesvereinigung Liberaler Mittelstand e.V. mit über 2.000 Mitgliedern und zugleich Landesvorsitzender für Hamburg und Schleswig-Holstein. „Aber für Glückstadt bedeutet die Wahl des Standortes eine glatte Fehlentscheidung.“

Als „falschen Fokus“ bezeichnet Reiter, dass die Wahl auf die stillgelegte Marinekaserne an der Elbe fiel. „Für die Gewerke der Region stellt die Einrichtung keinen Zugewinn dar, da sie sich in Ausschreibungen der Konkurrenz aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern stellen müssen.“ Eine „vertane Chance“ für Glückstadt sei es hingegen, dass man sich stattdessen nicht auf den dringend notwendigen Ausbau der touristischen Infrastruktur konzentrieren könne sondern mit zusätzlichen Problemen konfrontiert werde.

Der aus Kiel zugesagte finanzielle Ausgleich deute bereits darauf hin, dass die Stadt unter der Abschiebeeinrichtung zu leiden haben werde. „Glückstadt und das Umland könnte eine Perle für Ausflügler und Urlauber von Dänemark bis Nordrhein-Westfalen sein, aber für diese Position muss man kämpfen.“ Glückstädter Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie brauchen dafür die Unterstützung der Politik und nicht weitere Hindernisse in den Weg gestellt.

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